Jazzmusik und katholische Kirche


Hier die prachtvollen Kathedralen, dort die kleinen und oft schäbigen Jazz-Clubs; hier eine weltweite, klar gegliederte Hierarchie, dort die lose Verbundenheit in kleinen Gruppen und „Szenen“; hier das sorgfältig geplante und ruhige Bewegungsspiel der Liturgie, dort die spontane Interaktion innerhalb einer Band und mit dem Publikum; kurz gesagt: hier Weihrauch, dort Zigarettenqualm.

Auf den ersten Blick scheint es, als ob der Gegensatz zwischen der katholischen Kirche und dem Jazz größer gar nicht sein könnte, als ob es überhaupt keine Berührungspunkte gäbe. Ich selber bin sowohl Jazzmusiker als auch katholischer Christ und stehe so im Spannungsfeld zwischen diesen beiden kulturellen und weltanschaulichen Strömungen. An der Basis, in der Gemeinde, ist die Verbindung in der Regel kein Problem. Wenn ich gelegentlich im Gottesdienst spiele, freuen sich die meisten, auch einmal andere Musik als gewohnt in der Kirche zu hören. Die kulturelle Bandbreite und Toleranz katholischer Gemeinden ist erheblich größer, als das in der Öffentlichkeit oft dargestellt wird.

Für mich entscheidender ist aber die inhaltliche Ebene. Und da kann man feststellen, dass es jenseits der sehr unterschiedlichen Oberflächenwirkung gemeinsame Grundhaltungen gibt, die die innere Dynamik sowohl der katholischen Kirche als auch des Jazz bewirken.

Es ist natürlich nicht unproblematisch, einen Musikstil und eine religiöse Gemeinschaft zu vergleichen, da beide ja völlig unterschiedliche Zielsetzungen, Themenschwerpunkte und Handlungsmuster aufweisen und auf jeweils eigene menschliche Bedürfnisse eingehen. Hinzu kommt, dass eine zufriedenstellende Definition der Begriffe „Jazz“ und „Katholische Kirche“ eine praktisch unlösbare Aufgabe ist. Beide Gruppierungen haben sich im Laufe ihrer Geschichte gewandelt, setzen sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Strömungen zusammen und sind an den Rändern äußerst unscharf, d.h. sie weisen zahlreiche Misch- und Übergangsformen zu anderen Musikstilen beziehungsweise Religionen auf.

Bei einem gründlichen und an wissenschaftlichen Kriterien orientierten Vergleich müsste man diese Schwierigkeiten in einer Weise berücksichtigen und aufarbeiten, wie sie im Rahmen dieses Beitrags nicht möglich ist. Hier, in einem aus persönlichen und essayistischen Zusammenhang, müssen ein paar grundsätzliche Bemerkungen ausreichen:

- Es zeigt sich immer wieder, dass der Jazz mehr ist als nur ein Musikstil. Musiker und Hörer sind in einer Weise verbunden, die in vieler Hinsicht auch soziale Verhaltensweisen, Wertorientierungen und weltanschauliche Überzeugungen mit einschließt. Umgekehrt hat die katholische Theologie immer wieder auch kulturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Strukturen angeregt und hervorgebracht. Es gibt also thematische Überlappungen, innerhalb derer Vergleiche nicht nur zulässig, sondern sinnvoll und fruchtbar sind.

- Trotz der Schwierigkeiten bei einer genauen Definition von „Jazz“ und „Katholische Kirche“ lässt sich beiden eine je eigene, die geschichtlichen Ebenen und unterschiedlichen Strömungen verbindende Identität nicht absprechen. Das liegt zum einen an dem ununterbrochenen Prozess, in dem sich die zahlreichen Erscheinungsformen auseinander entwickelt haben. Und es ist zum anderen in den identitätsstiftenden Gestaltungsprinzipien begründet, aus denen sich diese Entwicklung speiste. Gerade hierauf kann der vorliegende Vergleich einen ungewohnten und anregenden Blick werfen.

Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, dass der Text vor allem von meinem persönlichen Erleben ausgeht. Er versucht deutlich zu machen, worauf sich meine Haltung als katholischer Jazzmusiker gründet und in welchen Punkten ich Berührungspunkte zwischen meiner Musik und meinem Glauben sehe. Ich finde die vorhandenen Gemeinsamkeiten überraschend und inspirierend. Sie haben mir geholfen, für katholische Gottesdienste angemessene Formen von improvisierter Musik zu finden, und sie haben auch meinen Weg als kreativer Jazzmusiker beeinflusst. Aus diesem Grunde habe ich hier auch die Unterschiede und Gegensätze außer Acht gelassen.

Über die Gemeinsamkeiten zwischen dem Jazz und der jüdischchristlichen Gebetshaltung im Allgemeinen habe ich im Text „Jazzmusik und Psalmengebet“ bereits etwas geschrieben. Hier soll es jetzt um Elemente gehen, die zu den besonderen Wesenszügen der katholischen Kirche, gerade auch im Unterschied zu den anderen Konfessionen, gehören. Ich möchte die Gemeinsamkeiten anhand von fünf Punkten darstellen:

1. Körperliche Präsenz

2. Mündlichkeit und Einübung

3. Geschichtsbewusstsein

4. Universalität

5. Ordnung und Freiheit



1. Körperliche Präsenz

Dass der Jazz eng mit der körperlichen Präsenz der Musiker und dem sinnlichen Erlebnis musikalischer Interaktion verbunden ist, ist unmittelbar einleuchtend. Die Rhythmen und Klänge, die in den Improvisationen entstehen, sind eben nicht abstrakt und einseitig rational geprägt, sondern verbinden Körper und Geist, Verstand und Gefühl zu einer Einheit. Dabei ist der Künstler als Mensch niemals von seiner künstlerischen Botschaft zu trennen. Er muss sie in jeder Improvisation neu erschaffen und in ihrer materiellen akustischen Realität gestalten.

Das Hören der so entstandenen Musik bedarf deshalb auch des körperlichen Miterlebens. Das zeigt sich z.B. in den spontanen Bewegungen der Zuhörer wie Fingerschnipsen oder Fußwippen, durch die sie sich in die rhythmische Dimension der Musik einschwingen. Es entsteht eine Gemeinschaft zwischen Band und Publikum, die durch das Körpergefühl der Musiker angeregt wird.

Etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheint hingegen die Tatsache, dass die körperlich-sinnliche Vermittlung des Glaubens und der Begegnung mit Gott auch in der katholischen Kirche, gerade im Vergleich zur evangelischen, eine zentrale Rolle spielt. Die Sakramente wie Eucharistie (Abendmahl) und Taufe sollen Jesus in seinem persönlichen und körperlichen Wirken gegenwärtig halten. Sie sind dabei nicht lediglich erklärende und deutende Symbole, die sich auf eine geistige Wirklichkeit beziehen, sondern erweitern die körperliche Präsenz Jesu in unseren Alltag hinein.

Der Priester ist in diesem Zusammenhang nicht nur Verkünder einer abstrakten Wahrheit oder eine besondere Art von Sozialarbeiter, sondern Stellvertreter Jesu in seinem Handeln für die Menschen. Diese auch körperlich verstandene Gegenwart Jesu begründet die Gemeinschaft der Kirche. Die katholischen Christen sind miteinander in einer ähnlichen, geistige und körperliche Aspekte umfassenden Weise verbunden, wie die Mitglieder einer Jazzband untereinander und mit dem Publikum. Nicht umsonst wird die Kirche in der katholischen Tradition als der „mystische Leib Christi“ sowie auch als „das wandernde Volk Gottes“ bezeichnet. (Wer sich näher für die katholische Sakramentenlehre interessiert, kann in dem Text „Eucharistie und Existenzphilosophie“ dazu mehr erfahren.)

Die oft reichhaltige künstlerische Gestaltung katholischer Kirchen, die kulturellen Ausformungen des Katholizismus in Bezug auf Architektur, Musik und bildende Kunst in allen Zeitepochen sind eine Konsequenz dieser Grundhaltung. Gott ist den Menschen auch körperlich nahe, er lässt sich sinnlich erfahren, er macht sich berührbar.


 
2. Mündlichkeit und Einübung

An die oben geschilderten Formen von Gemeinschaft und Gestaltung schließt sich eine weitere Gemeinsamkeit an: ein distanziertes Verhältnis zur Schriftlichkeit. Die wesentlichen Inhalte eines Jazzkonzertes oder einer liturgischen Feier kann man nicht in Schriftform fixieren. Sie liegen in den Handlungen selber und sind an diese Handlungen auch gebunden. Texte oder Noten können in diesem Zusammenhang nur Anweisungen und Erinnerungshilfen sein; die eigentliche Botschaft beinhalten sie nicht. Hier ist es ähnlich wie bei Kochrezepten: sie können noch so schön formuliert sein, satt macht aber nur das zubereitete Essen.

Der Vergleich mit dem Kochen zeigt auch, dass es nicht lediglich um theoretisches Wissen geht, sondern vor allem um Fähigkeiten. Diese müssen durch mündliche Weitergabe und Einübung entwickelt werden. Jazzmusiker kann man nicht durch Lehrbücher, durch Lesen und Üben im stillen Kämmerlein werden. Der lebendige Austausch, das gemeinsame Musikmachen und auch die Gespräche mit anderen Musikern der eigenen, aber auch früherer Generationen sind unersetzlich.

Genauso wachsen katholische Christen in die Ausdruckswelt und den gemeinsamen Vollzug der katholischen Liturgie allmählich hinein. Die Gemeinschaft der Gemeinde hilft bei der Einübung und beim Verständnis der Rituale, die gemeinsame Feier des Gottesdienstes stärkt das emotionale Erleben, und das Gespräch innerhalb der Gemeinde hilft, Glauben und Leben miteinander in Beziehung zu setzen und gemeinsam zu handeln. Wer die katholische Kirche nur aus Büchern oder Zeitungsberichten kennt, wird das Wesentliche nicht verstehen. Genauso können musiktheoretische Bücher zwar eine Hilfe beim Verständnis von Jazzimprovisationen sein. Einen wirklichen Zugang, der ja vor allem ein emotionaler ist, eröffnet aber nur das gemeinsame Hörerlebnis.

Abschließend hierzu noch eine kleine Randnotiz: Genau wie die Mündlichkeit dem Jazz und der katholischen Konfession gemeinsam ist, kann man sagen, dass in diesem Punkt eine Affinität zwischen klassischer Musik und Protestantismus besteht. Für beide gilt in gewisser Weise das Prinzip „sola scriptura“ (die Schrift allein). Hier sind es die Partituren der großen Komponisten, dort die heilige Schrift, die Bibel. Beide Gruppen sind in starkem Maße der Überzeugung, dass die Inhalte in der jeweiligen Schriftform am klarsten und dichtesten enthalten sind.



3. Geschichtsbewusstsein

Die wichtige Rolle, die die körperliche Präsenz und die Mündlichkeit im Jazz und in der katholischen Kirche spielen, bringt eine weitere Gemeinsamkeit hervor: ein in besonderer Weise ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein.

Für die katholische Kirche scheint das klar zu sein. Jeder weiß, dass die Tradition hier eine große Rolle spielt, und dass sehr deutlich auf der Unveränderlichkeit bestimmter Lehren und Strukturen beharrt wird. Das scheint die Kirche einerseits zu stabilisieren, andererseits ihre Entwicklungsfähigkeit und ihren Kontakt zur Moderne zu erschweren.

Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber, dass die Dinge nicht so einfach liegen. Gut verdeutlichen kann das ein Zitat von Papst Johannes XXIII. aus seiner Eröffnungsrede für das 2. Vatikanische Konzil: „Doch es ist nicht unsere Aufgabe, diesen kostbaren Schatz (den überlieferten Glauben, Anm.) nur zu bewahren, als ob wir uns einzig und allein für das interessieren, was alt ist, sondern wir wollen jetzt freudig und furchtlos an das Werk gehen, das unsere Zeit erfordert, und den Weg fortsetzen, den die Kirche seit 20 Jahrhunderten zurückgelegt hat.“

Tradition bedeutet also in der katholischen Kirche das Gehen auf einem zur Zukunft hin offenen Weg durch die Geschichte genauso wie eine Orientierung an Grundsätzen, die für alle Generationen gelten. Tradition erfordert also geradezu eine Weiterentwicklung des Status Quo, eine „freudige und furchtlose“ Begegnung mit neuen Zeiten und neuen Aufgaben. In diese Richtung zielt auch das Wort von der „ecclesia semper reformanda“, der Kirche, die immer und zu allen Zeiten der Reform bedarf.  Die Kirchengeschichte zeigt, wie oft und tiefgreifend sich die katholische Kirche im Zuge dieser Weiterentwicklung schon verändert hat, ohne ihre Grundlagen zu verlassen. Es zeigt sich dabei, dass gerade die Persönlichkeiten, die besonders wirksame Veränderungen angestoßen haben, eine starke Beziehung zur Tradition und gleichzeitig einen frischen und mutigen Blick auf sie hatten. In der katholischen Szene gibt es ein geflügeltes Wort, dass diesen Zusammenhang gut verdeutlicht: „Tradition  ist die Weitergabe des Feuers und nicht das Aufbewahren der Asche.“

Während das Geschichtsbewusstsein offensichtlich ein wichtiger Wesenszug der katholischen Kirche ist, scheint für die Jazzmusik das Gegenteil der Fall zu sein. Jazz verbindet man mit Aufbruch, Spontaneität, ständiger Erneuerung. Natürlich ist das bei guten Musikern auch der Fall. Man übersieht dabei aber leicht, dass die ständig neu entstehenden Formen in ganz ähnlicher Weise aus den älteren hervorgehen, wie ich es oben für die katholische Kirche skizziert habe. Diese Verbindung neuer Musikstile mit der Jazzgeschichte hat mehrere Aspekte:

- Zunächst einmal bringt es das mündliche Erlernen von Improvisation, Rhythmik und Phrasierung mit sich, dass die neue Generation jeweils engen Kontakt mit der vorhergehenden hat. Fast alle berühmten Jazzmusiker haben in den Anfangsjahren ihrer Karriere mit den besten der älteren Musiker zusammengespielt und in deren Bands gelernt. Darüber hinaus ist es selbstverständlich, dass junge Musiker sich die wichtigsten Aufnahmen früherer Epochen anhören, sich darüber unterhalten und sich von älteren Musikern beraten lassen. Und sogar im Unterricht an der Musikschule fällt auf, dass jazzinteressierte Jugendliche in einem Alter, in dem sie sich von Eltern und Lehrern distanzieren, gerne zuhören und Fragen stellen, wenn Instrumentallehrer oder Bandleiter von ihren Erfahrungen und musikalischen Erlebnissen erzählen.
 
- Ein weiterer Aspekt sind die Grundprinzipien, die der Jazzmusik aller Epochen zu Grunde liegen. Groove, individueller Sound und Improvisation sind die wesentlichen Elemente aller Jazzstile. Sie werden eingeübt über das Erlernen älterer Stile, und sie liegen auch allen Weiterentwicklungen und Erneuerungen zu Grunde. Es ist die intuitive und oft unbewusste Treue zu diesen Grundprinzipien, die die Integration immer neuer Anregungen und Techniken und die Entwicklung neuer Stile ermöglicht.

- Schließlich kommt noch dazu, dass die Jazzgeschichte selber eine reichhaltige Quelle an Anregungen ist, aus der gerade die großen Erneuerer des Jazz ausgiebig geschöpft haben. Charlie Parker, Miles Davis, Thelonious Monk, Ornette Coleman, Charles Mingus und viele andere zeichnen sich durch die Souveränität aus, mit der sie auf unterschiedliche Zeitschichten und Stile zurückgriffen, einen persönlichen Sound daraus formten und dadurch zu ganz neuen Ergebnissen kamen, die dann ihrerseits
wieder Bestandteil der Jazzgeschichte wurden.

Zusammenfassend kann man sagen: nach außen betont zwar die katholische Kirche das Unveränderliche ihrer Lehre, während der Jazz das Neue und Spontane in der Musik in den Vordergrund stellt. In Wirklichkeit aber pflegen beide ein gleichermaßen respektvolles und flexibles Verhältnis zur Tradition, das auf einer lebendigen Kenntnis früherer Epochen beruht. Durch diese Form des Geschichtsbewusstseins sind sie in der Lage, differenziert auf neue Herausforderungen zu reagieren und sich immer wieder zu erneuern.



4. Universalität

Die im vorherigen Abschnitt dargestellte Form des Geschichtsbewusstseins bewirkt eine Gemeinschaft über die Generationen hinweg. Diese epochenübergreifende Gruppenbildung führt zur Notwendigkeit, sich immer wieder neu der eigenen Identität zu vergewissern. Daraus könnte eine enge und abgrenzende Haltung gegenüber anderen Arten der Kultur und des Glaubens erwachsen, eine Art Selbstverpflichtung dazu, die Errungenschaften der Vergangenheit in unveränderter Weise zu bewahren. Tatsächlich ist diese Enge gelegentlich anzutreffen, und zwar sowohl im Bereich der Kirche als auch dem des Jazz. Beispiele aus den letzten Jahren sind z.B. die katholische Traditionalistenvereinigung Pius X. oder der Musikerkreis um den Trompeter Wynton Marsalis und den Kritiker Stanley Crouch. Diese Tendenz gibt es also, sie wird aber insgesamt ausgeglichen und aufgehoben durch die Universalität, die den Anspruch sowohl des Jazz als auch der katholischen Kirche prägt.

Universalität bedeutet, in der Lage zu sein, kulturübergreifend anzusprechen und zu überzeugen. Eine universale Idee ist verständlich, plausibel und anziehend für Menschen, die ansonsten nur wenig Gemeinsamkeiten haben und aus unterschiedlichen kulturellen und sozialen Zusammenhängen stammen. Sie kann auf vielfältige Weise angewandt und in das persönliche Leben und Empfinden integriert werden. Ebenfalls gehört zur Universalität auch die umgekehrte Bewegungsrichtung: neue und fremdartige Einflüsse können auf die ursprüngliche Idee einwirken und sie verändern, ohne dass sie ihre grundlegende Identität verliert. Beides trifft sowohl auf den Jazz als auch auf die katholische Kirche zu.

Dem Jazz wurde diese Universalität von Anfang an sozusagen in die Wiege gelegt. Er entstand durch die Begegnung afrikanischer und europäischer Musikformen, er hat Elemente aus beiden Traditionen übernommen und sie zu einer neuen und schlüssigen Einheit zusammengeführt. Schon wenige Jahre nach ihrer Entstehung weckte die Jazzmusik weltweit Interesse und Begeisterung quer durch alle Kulturen und Schichten. Jazzbands spielten in New York, Schanghai, Rio de Janeiro und Berlin, die Zuhörer stammten aus Arbeitervierteln, Bürgerhäusern und gelegentlich auch Fürstenschlössern.

Diese universale Offenheit hat sich der Jazz bewahrt. Er hat zahlreiche Formen populärer Musik angeregt und sich von diesen wiederum beeinflussen lassen. In vielen Bands und künstlerischen Projekten seit den 50er Jahren hat es Begegnungen und Dialoge mit praktisch allen Musikkulturen der Erde gegeben, von europäisch-klassischer über südamerikanische, afrikanische und indische bis hin zur arabischen Musik, die in den Konzepten europäischer Jazzmusiker seit Ende der 90er Jahre eine immer wiederkehrende Rolle spielt.

Dabei gelang es dem Jazz und den Jazzmusikern fast immer, die grundlegende Identität der Musik und die selbstverständliche Verbindung untereinander zu erhalten. Dies hat zum einen mit der oben geschilderten Anbindung an die Jazztradition zu tun: auch ein Jazzmusiker, der mit Techno-DJs oder arabischen Musikern zusammen improvisiert, ist selbstverständlich in der Lage, ein Stück von Duke Ellington oder Charlie Parker stilgerecht zu interpretieren. Zum anderen liegt es an der Treue zu den in der Improvisation begründeten unausgesprochenen Grundsätzen des Jazz: auch wenn der Jazzmusiker in einem elektronischen oder weltmusikalischen Kontext spielt, wird es ihm immer um die spontane Gestaltung von Klängen und Rhythmen gehen.

Obwohl der Jazz seit langem eine Musik für relativ wenige engagierte Hörer ist, ist er doch in der Lage, Brücken in viele andere Bereiche zu schlagen und Menschen aus anderen Kulturen anzusprechen und zu inspirieren. Immer noch, oder vielleicht sogar mehr denn je ist Jazz eine universale Musik.

Die Entstehung des Christentums und die Entwicklung der katholischen Kirche weisen zur Geschichte des Jazz eine ganze Reihe von Analogien auf. Schon die Apostelgeschichte und die Paulusbriefe im Neuen Testament sind Zeugnisse der Begegnung von jüdischer und griechischer Kultur. Die Formulierung der grundlegenden christlichen Lehraussagen geschah in der Auseinandersetzung  mit der antiken Philosophie. Auch Kategorien römischen Rechts- und Staatsdenkens haben die Entwicklung der Kirche geprägt. In den Ausdrucksformen katholischer Volksfrömmigkeit wurden vielfältige kulturelle und religiöse Traditionen verarbeitet.

Ich will die negativen Seiten dieses Prozesses weder abstreiten noch beschönigen. Diese gibt es ja in zwei Richtungen: sowohl die Fälle von Gewaltanwendung bei der Missionierung als auch die Tatsache, dass über die kulturelle Vermischung problematische Aspekte anderer Kulturen die Botschaft des Evangeliums überlagert haben werfen einen deutlichen Schatten auf die Kirchengeschichte. Hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zum Jazz, der als reine Kulturäußerung weder einen Wahrheitsanspruch noch eine politisch-gestalterische Kraft hat und so von gewaltsamen Auseinandersetzungen weniger berührt wird.

Es bleibt aber festzuhalten, dass die katholische Kirche viele Menschen in allen Teilen der Welt von ihrem Glauben wirklich überzeugen konnte und dass die Begegnung mit anderen Kulturen das Leben der Kirche bereichert und in ihrer weiteren Entwicklung befruchtet hat. Dabei gelang es, bei aller Verschiedenheit den Kern ihrer Botschaft zu bewahren. Einigende Elemente waren dabei über viele Jahrhunderte hinweg die lateinische Sprache und die scholastische Theologie, die auf der Ebene der Bischöfe und Theologen eine weltweite Gemeinschaft sicherstellten. Zu Beginn der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat das 2. Vatikanische Konzil schließlich die katholische Liturgie für die vielen Sprachen der Welt geöffnet und eine weitergehende Einbeziehung der kulturellen Traditionen der Völker Afrikas und Asiens in die katholische Theologie ermöglicht. Dadurch wurde das Bewusstsein für die weltweite Dimension der Kirche zusätzlich gefördert. Viele deutsche Gemeinden haben z.B. enge Beziehungen zu Gemeinden in anderen Kontinenten, wobei beide Partner voneinander lernen. Afrikanische oder indische Priester in Europa sind nichts ungewöhnliches mehr.

Natürlicherweise gibt es immer wieder Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen der römischen Zentrale und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Ortskirchen in den verschiedenen Erdregionen. Trotzdem gelingt es der katholischen Kirche, Menschen aus allen Kulturen und Schichten zu einer wirklichen Einheit zu verbinden. Ein Besuch auf dem Petersplatz in Rom macht die ganze Buntheit und eben Universalität der Kirche auf eindrucksvolle Weise deutlich.



5. Ordnung und Freiheit

Mehr noch als bei den anderen Punkten scheint hier die Zuordnung eindeutig zu sein: die katholische Kirche steht für die Ordnung, der Jazz für die Freiheit.

Die katholische Kirche vertritt ein in unveränderliche Dogmen gefasstes Weltbild und postuliert für päpstliche Entscheidungen in grundlegenden Glaubensfragen einen Beistand durch den heiligen Geist, was griffig, aber nicht ganz zutreffend als „Unfehlbarkeit“ bezeichnet wird. Im ethischen Bereich wird der Versuch unternommen, die Ethik des Evangeliums durch ein genau ausformuliertes System von Geboten und Regeln auf jede Situation des menschlichen Lebens anzuwenden, um eine verbindliche Orientierung anzubieten.

Im Jazz hingegen gibt es keine Dogmen; jeder Musiker ist frei in seinen Gestaltungen. Die Grenzen zwischen Jazz und anderen Musikformen sind fließend und die Sinnhaftigkeit von stilistischen Grenzen wird gerade von Jazzmusikern oft bestritten (was allerdings nichts daran ändert, dass Musiker anderer Musikrichtungen Jazzmusiker sehr deutlich als solche identifizieren). Es gibt zwar eine Art „Ethik der Improvisation“, aber diese beschränkt sich auf die Forderung, die Spontaneität der Improvisation zu bewahren, einen eigenen Stil zu entwickeln und auf der Suche nach neuen Formen improvisierter Musik nicht stehen zu bleiben. Wenn man diese Ethik der Improvisation auf das Leben überträgt, so entsteht die Vorstellung eines Strebens nach einem originalen, selbstgestalteten Leben, das sich äußeren Zwängen widersetzt.

Bei genauem Hinsehen merkt man aber sehr bald, dass diese Aufteilung so nicht der Wirklichkeit entspricht, dass sie eher auf Zuschreibungen von außen oder vielleicht sogar auf einer Form der Selbststilisierung beruht.

Für den Jazz wird schnell klar, dass die postulierte Freiheit nur möglich ist, wenn sie durch ein starkes Gegenmoment von Ordnung und Selbstdisziplin unterstützt wird. Das beginnt mit dem Erlernen des Instruments. Um wirklich frei improvisieren zu können, ist eine handwerkliche Meisterschaft in der Beherrschung des Instruments erforderlich, die nur durch tausende von konzentrierten Übungsstunden erreicht werden kann. Das stundenlange individuelle Üben ist eine fast schon asketische Leistung, die ein außerordentliches Maß an Geduld, Ausdauer und Selbstkritik voraussetzt. Außerdem braucht ein Improvisator im Jazz umfassende Kenntnisse der harmonischen Grundlagen der Musik, also der musikalischen Ordnungsfunktionen. Wer gleichzeitig spontan und sinnvoll über bestimmte Akkordfolgen improvisieren möchte, muss mit der Zusammensetzung der Akkorde und der inneren Logik ihrer Reihenfolge souverän umgehen können, um sie innerhalb von Sekundenbruchteilen anzuwenden.

Hinzu kommt die in Punkt drei geschilderte Bindung an die Jazztradition. Für Jazzmusiker ist es selbstverständlich, die wichtigsten Stile früherer Jahrzehnte (den sogenannten „Mainstream“) zu beherrschen, um auf dieser Grundlage jederzeit mit anderen Musikern zusammenspielen zu können. Erst von dieser Basis aus werden von jungen Musikern neue Konzepte und Stilistiken entwickelt.  Dabei verlangen die postmodernen und dekonstruktivistischen Tendenzen der letzten 20 Jahre von den Musikern die Fähigkeit, viele unterschiedliche Formen von Jazz oder jazzverwandter Musik stilgetreu zu interpretieren.

Eine Ethik des Jazz beinhaltet also nicht nur die persönliche Freiheit, sondern auch die Rücksichtnahme auf den stilistischen Kontext. Das setzt sich natürlich in der Gruppenstruktur einer Band fort. In einer Musik, die die Improvisation zu ihrem zentralen Merkmal macht, sind  gegenseitige Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen  unerlässliche Voraussetzungen für das Gelingen eines Konzertes. Gute Musik kann nur entstehen, wenn jeder in der Band Verantwortung dafür übernimmt.

Das Fazit lautet also: die gestalterische Freiheit im Jazz existiert tatsächlich. Sie setzt aber eine große Selbstdisziplin beim Erlernen des Instrumentes sowie die Bereitschaft voraus, sich aktiv mit musiktheoretischen Ordnungsgefügen auseinanderzusetzen. Diese Freiheit ist außerdem eingebunden in die sozialen Erfordernisse einer Gruppe, ohne die sie sich nicht entfalten kann. Im Jazz sind also die Prinzipien Freiheit und Ordnung, Individualität und Verantwortung zu einem Ausgleich gebracht, der dazu führt, dass diese Musik ihre Spannung und Dynamik nicht verliert.

Ebenso wird die vordergründige Gesetzes- und Dogmenorientierung der katholischen Kirche durch ein starkes Moment individueller Freiheit ausbalanciert. Dies gilt sowohl für den weltanschaulich-theologischen Bereich, in dem Dogmen, also unveränderliche Lehrsätze, eine große Rolle spielen, als auch für die katholische Ethik mit ihren genau ausformulierten Regeln und Gesetzen.

Zunächst einmal sollte man annehmen, dass dogmatische Formulierungen durch ihre Unveränderlichkeit ein Hindernis für freies Denken darstellen. Wenn man aber die Wirksamkeit der Dogmen in der Kirchengeschichte betrachtet, stellt man das Gegenteil fest. Dogmen haben Nachdenken und Frömmigkeit in sehr unterschiedliche Richtungen hin inspiriert. Gleichzeitig haben sie für alle diese Richtungen eine gemeinsame Basis hergestellt, die eine Gemeinschaft ermöglicht hat.

Verdeutlichen kann man das z.B. an dem christologischen Dogma, nach dem Jesus Christus „wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich“ ist. Für sich genommen ist diese Aussage ja zunächst einmal eine Leerformel. Damit sie irgendeine Bedeutung bekommt, muss sie mit Inhalt gefüllt werden. Das geschieht durch die lebendige Beziehung der Gläubigen zu Jesus Christus. Die einen fühlen sich mehr von der göttlichen Natur angesprochen, sie erleben ihn als „Logos“, als geistiges Grundgesetz der Welt, als Garanten der Auferstehung und als Herrn des letzten Gerichts. Anderen ist Jesus in seiner menschlichen Natur näher, als Freund und Bruder, der Versuchungen und Leiden ausgesetzt war, als jemand, der gegen menschenfeindliche Gesetze und Traditionen Widerstand leistete und den Armen Gerechtigkeit versprach.

Der entscheidende Punkt ist, dass sich beide Glaubenserfahrungen zwar über das Dogma begründen, aber nicht so weit, dass sie der anderen Seite die Existenzberechtigung absprechen können. Das Dogma garantiert die Freiheit, einen jeweils persönlichen Zugang zu Jesus zu finden.

Bei den meisten anderen Dogmen ist es ähnlich: sie schränken die Freiheit nicht ein, sondern bilden ein Fundament, von dem aus viele Deutungen möglich sind, die aber durch ihre Rückbindung an das Dogma alle miteinander verknüpft sind. Dabei wirken die Dogmen auch in unterschiedliche Lebensbereiche hinein. Sie inspirieren sowohl das rationale Denken, also die Theologie, als auch die Emotionalität des Glaubens. Sie bieten Anknüpfungspunkte zur Integration anderer Kulturen und sie erhalten vielfältigen und individuellen Ausdruck in der Volksfrömmigkeit aller Epochen und Kontinente. Wenn es anders wäre, wären die Dogmen schon längst verschwunden, wie so viele Glaubenslehren früherer Zeiten.

Im Bereich der Ethik hat die katholische Kirche ein System von Regeln und Gesetzen hervorgebracht, das die Botschaft Jesu auf möglichst jede Lebenssituation übertragen soll. Wenn man diese Gesetze nun tatsächlich auf alle möglichen Einzelfälle anwendet, ergeben sich Situationen, in denen diese Gesetze menschenfeindlich oder sogar absurd wirken. Und auch abgesehen davon entsteht der Eindruck, dass hier eine misstrauische Überwachungsinstanz alles selbständige und eigenverantwortliche Handeln unterbinden möchte.

Man muss sich deshalb deutlich vor Augen halten, dass dieses gesetzhafte System nur ein Bestandteil der katholischen Ethik ist, der durch zwei weitaus wichtigere Komponenten in seiner Bedeutung eingeschränkt wird.

Dies ist zum einen das Bewusstsein von der grundsätzlichen Schwäche des Menschen. In Verbindung mit dem Glauben daran, dass Gott die Menschen gerade in dieser Schwäche liebt, führt dieses Bewusstsein zu einer großen Befreiung: niemand kann alle Gesetze halten, niemand sich durch sein eigenes, fehlerfreies Verhalten vor Gott gerecht machen. Alle diese Gesetze sind zutiefst relativ. Sie bieten eine idealistische  Orientierung, an der man die Lebensgestaltung und das Wachstum der Persönlichkeit ausrichten kann. In welcher Weise man sie auf das eigene Leben anwendet, ist aber dem Ermessen und der Bemühung des Einzelnen anvertraut. Erkennbar wird das im Ritual der Beichte. Hier geht es nicht darum, sich als perfekte Person darzustellen oder ein Versprechen auf zukünftige Perfektion abzulegen, sondern darum, sich als ganzen Menschen mitsamt seinen Fehlern wahrzunehmen und diesen ganzen Menschen der Liebe Gottes anzuvertrauen. Wenn man sich kurz vor Augen hält, wie unnachsichtig perfektes Funktionieren in der heutigen Arbeitswelt eingefordert wird, sieht man, welch ein befreiendes Element in diesem Bekenntnis zur Unvollkommenheit des Menschen liegt.

Zum anderen werden die Gesetze relativiert durch die Bedeutung des Gewissens für den Einzelnen. Es ist eines der Fundamente der katholischen Ethik, dass das Gewissen immer und in jeder Situation Vorrang vor der Beachtung der Gesetze hat. Auch in Fällen, in denen das Gewissen zu einem anderen Ergebnis kommt als die kirchliche Lehre (also aus kirchlicher Sicht „irrt“), darf und soll man ihm folgen.

Diese beiden gravierenden Einschränkungen der Gesetzesethik machen folgendes deutlich: es geht nicht um ein blindes Befolgen eines mehr oder weniger sinnvollen Regelsystems, sondern um die Entwicklung einer an ethischen Grundsätzen orientierten Persönlichkeit, für die Freiheit und Eigenverantwortung die zentralen Werte sind, und bei der die Gesetze eine Hilfsfunktion als Wegweiser haben.

Wenn man den Bogen zurück zum Jazz schlägt, kann man die kirchlichen Gesetze mit den Regeln der Harmonielehre vergleichen: sie sind sinnvoll und in gewisser Weise richtig, bedürfen aber der Auslegung hin auf die konkrete Situation. Genau wie letztlich das Ohr des Musikers darüber entscheidet, ob ein Ton passt oder nicht, genau wie es in der Improvisation nicht um „Fehlerlosigkeit“ geht, sondern um individuelle Kreativität, sind für den katholischen Christen das Gewissen und das Vertrauen auf Gottes Liebe die Basis für das eigene Handeln. Der Kirchenvater Augustinus sagte dazu schon im 5. Jahrhundert: „Liebe, und dann tu was du willst.“



Fazit und Bewertung

In fünf verschiedenen Bereichen habe ich Gemeinsamkeiten zwischen dem Jazz und der katholischen Kirche dargestellt. Diese Gemeinsamkeiten sind zunächst einmal wertneutral. Sie machen den Jazz und die Kirche nicht besser oder schlechter als sie sind, sie begründen weder einen Wahrheitsanspruch noch einen moralischen Vorrang. Sie führen auch nicht zu dem Schluss, dass Jazz die eigentlich optimale Form katholischer Kirchenmusik ist; sie weisen allerdings darauf hin, dass es keinen inhaltlichen Grund gibt, Jazz in der Kirche abzulehnen.

Wenn man zum Schluss noch einmal darauf schaut, welche Konsequenzen diese gemeinsamen Grundprinzipien der körperlichen Präsenz, der Mündlichkeit, des spezifischen Geschichtsbewusstseins, der Universalität und der Spannung zwischen Freiheit und Ordnung haben, dann fällt vor allem eins auf: beide Gruppen eint eine Kontinuität der Kreativität.

Auch wenn man Jazz nicht mag, wird man zugeben müssen, dass die Vielfalt an Stilen und Ausdrucksformen, an Spieltechniken und an prägenden Musikerpersönlichkeiten innerhalb eines knappen Jahrhunderts in der gesamten Musikgeschichte ohne Parallele ist. Und ganz unabhängig von der Frage, ob man die Lehre der Kirche für wahr hält oder nicht und wie man ihre Rolle in der Gesellschaft beurteilt, beeindruckt die Fülle unterschiedlicher Denkrichtungen, Glaubenswege und kultureller Ausdrucksformen, die von ihr inspiriert wurden. Unübersehbar viele Einzelpersönlichkeiten, aktive und kontemplative, progressive und konservative, strenge und heitere, Frauen und Männer, Priester und Laien, haben daran mitgewirkt. Sie haben ihr Leben dafür eingesetzt und es dadurch schöpferisch verwirklicht.

Es ist dieser unablässige Strom kreativer Lebensäußerungen, die sowohl dem Jazz als auch der katholischen Kirche eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der kulturellen Herausforderungen unserer Zeit und bei der Entwicklung neuer Visionen und Lebensmodelle gibt. Man sollte damit rechnen.


Matthias Petzold, Juli 2010



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